Abstecher in die Kleinstadtidylle Floridas bekanntester „Urban Communities“

By: Wiebke Flegel

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Wie sieht die perfekte Stadt aus? An dieser Frage hat sich vermutlich schon der eine oder andere Stadtplaner und Architekt die Zähne ausgebissen. In den 1980er und 90er Jahren entwickelte sich die sogenannte „New Urbanism“ Bewegung im Städtebau, die zum Ziel hatte die städtische Lebensqualität zu steigern, um vor allem in Amerika die einsetzende Zersiedlung zu verhindern. Die hieraus hervorgegangenen „Urban Communities“ sind gewissermaßen Planstädte, die Schritt für Schritt auf dem Reißbrett entworfen wurden und die sich vor allem durch viele Park-und Grünflächen, eine Politik der kurzen Wege und eine kompakte Mischung unterschiedlicher Lebensbereiche (Wohnen, Freizeit, Arbeiten…) auszeichnen. Doch genug der Theorie: Mein heutiger Blogpost stellt euch drei der insgesamt hundert „Musterstädte“ im Sunshine State vor.

Das Städtchen Seaside müssten die meisten Cineasten unter euch kennen: Der in den 1980er Jahren nach den Entwürfen des amerikanischen Architektenduos Andreas Duany und Elizabeth Plater-Zyberk gebaute Ort, diente 1998 als Kulisse für den Film „Die Truman Show“. Die ursprüngliche Idee stammt von Robert Davis, der auf den von seinem Großvater geerbten 32 Hektar Land eine Stadt gemäß seiner Kindheitserinnerungen erbauen lassen wollte. Heute präsentiert sich Seaside dicht bebaut mit pastellfarbenen Bungalows und Miniaturausgaben herrschaftlicher Villen aus dem 19. Jahrhundert.

In Nachbarschaft mit Micky Maus & Co leben die Bewohner des Städtchen Celebration. In unmittelbarer Nähe zu den Eingangstoren des Walt Disney World Resort in Orlando entstand in den 1990er Jahren eine bonbonfarbene Planstadt unter der Regie von Disney. Die Stadtkonzeption verkörpert eine Rückbesinnung auf die uramerikanischen Werte von Nachbarschafts- und Gemeinschaftssinn. Daher gibt es auch keine Umzäunungen. Um die optische Harmonie aufrechtzuerhalten existieren enge Vorgaben für die Ausgestaltung der Häuser – von der Haustür bis hin zu der Gardinenfarbe.

Als letztes Beispiel möchte ich euch Ave Maria in der Nähe von Naples vorstellen. Wie der Name es schon vermuten lässt, handelt es sich hierbei um eine religiöse Community, die sich über rund 2.000 Hektar erstreckt. Grünflächen und Seengebiete, Golf- und Tennisplätze, ein Wasservergnügungspark, öffentliche Swimmingpools... die Bewohner dürfen sich hier über einige Annehmlichkeiten freuen. Das kulturelle Zentrum des Städtchens bildet eine riesige katholische Kapelle und der Campus der eigenen Katholischen Universität.

Und, was meint ihr? Wäre das etwas für euch?

Mitarbeit Sabine Weisel

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