Kubanische Geschichte und Kultur

By: Chelle Koster Walton

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Lange, bevor die sensationelle Massenflucht im Anschluss an die Mariel-Krise dazu geführt hat, dass „kubanisch“ gleichbedeutend mit Miami wurde, waren die spanisch-karibische Insel und Florida schon längst untrennbar miteinander verbunden. Durch die unmittelbare Nähe zueinander wurde schon lange vor der Ankunft der Europäer Handel betrieben. In späteren Jahren zu Zeiten der Prohibition tauschten Fischer aus Florida geräucherten Fisch gegen Rum ein. Als es im Jahr 1868 zu Unruhen kam, packten Kubaner ihre Tabakpflanzensamen ein und brachen nach Key West auf, das etwa 145 Kilometer entfernt ist. Im Jahr 1886 verlegte Vincente Martinez Ybor aufgrund besserer Handelsbedingungen und besseren Transportmöglichkeiten seine Zigarrenherstellung nach Ybor City in Tampa. Vor jüngerer Zeit hat der kubanische Einfluss der Küche, den Künsten und Bräuchen in allen Teilen des Bundesstaates Pep und Elan gegeben. Nachfolgend sind einige der herrlichen Orte aufgeführt, an denen der starke Einfluss auf die Kultur Floridas besonders bemerkbar ist.


NORD FLORIDA


Monument to Father Félix Varela (Monument zu Ehren von Vater Félix Varela), St. Augustine.
Das neben der heutigen Kathedrale befindliche Monument ehrt einen Mann, der in den Augen der kubanischen Bevölkerung ein Held und ein Heiliger ist. Vater Félix Varela, ein wichtiger Verfechter der Menschenrechte, lebte als Kind in St. Augustine und verbrachte hier auch seinen Lebensabend.

Plaza de la Constitución, St. Augustine.
Die enge Beziehung zwischen Kuba und St. Augustine entstand, als Spanien das Kolonialgebiet Florida mit England gegen Kuba eintauschte. Die spanischen Bewohner flohen nach Kuba und kehrten 20 Jahre später wieder zurück, als Spanien Florida zurückeroberte. Diese Beziehung ist nach wie vor sehr eng und Kubaner und Spanier kommen nach St. Augustine, um ihre Vergangenheit und Eigentumsrechtsansprüche nachzuverfolgen. Der Hauptplatz von Old Town war einmal ein Versammlungsort einer wichtigen Demonstration zur Unterstützung der Unabhängigkeit Kubas. Verschiedene Ausführungen der Kathedrale von St. Augustine grenzten an den Park an.

Varela Chapel in Tolomato Cemetery (Varela Kapelle im Tolomato-Friedhof), St. Augustine.
Hier wurde Vater Varela im Jahr 1853 begraben, allerdings wurden seine sterblichen Überreste nach Kuba überführt, wo er zum Nationalhelden ausgerufen wurde. Der kubanische Patriot José Marti stattete diesem Ort einst einen Besuch ab.


ZENTRAL FLORIDA


Fiesta Day, Tampa,
+1 813-241-8838. Am letzten Samstag im Februar lädt der „Fiesta Day“ die örtlichen Nachtschwärmer zu einer kostenlosen kubanischen Straßenparty ein.

Museum of Arts and Sciences, Daytona Beach, +1 386-255-0285, www.moas.org. Die Dauerausstellung im „Cuban Foundation Museum“  zeigt seltene Arbeiten aus dem 18. bis zum frühen 20. Jahrhundert, die zusammengestellt wurden, um die Vergangenheit der Nation zu dokumentieren.

Parque Amigos de Jose Marti, Tampa. Auf diesem kleinen Grundstück wird den vielen kubanischen Freiheitskämpfern gedacht, die in Ybor City im Exil lebten.

Ybor City Museum State Park, Tampa,
+1 813-247-6323, www.floridastateparks.org/yborcity. Ybor City entwickelte sich im Gleichschritt mit der Zigarrenindustrie als ein lateinamerikanisches Viertel, in dem Kubaner und andere Nationalitäten leben. Zigarren und kubanisches Essen spielen immer noch eine wichtige Rolle in diesem farbenfrohen historischen Bereich. Das Museum bietet einen Rückblick auf die Höhen und Tiefen der Branche und zeigt, welchen großen Einfluss sie auf die Stadt im Allgemeinen hatte. Zum Museum gehört ein so genanntes „Flinten-Haus“ der Zigarrenarbeiter, das besichtigt werden kann.

Columbia Restaurant, Tampa, +1 813-248-4961, www.columbiarestaurant.com. Das im Jahr 1905 eröffnete Vorzeigerestaurant der Floridaweiten Restaurantkette ist aufgrund seiner Architektur und authentischen Küche einen Besuch wert. Im direkt nebenan befindlichen Laden werden handgerollte Zigarren angeboten.


SÜD FLORIDA


Calle Ocho, Miami.
Die Hauptstraße von Little Havana in Miami (Calle Ocho – Eight Street) strahlt rund um die Uhr eine festliche Atmosphäre aus. Am Morgen wird sie von Café con Leche beherrscht, dem typisch kubanischen Milchkaffee, der von Bäckereien und Restaurants im Straßenverkauf angeboten wird. Den ganzen Tag kann man Salsamusik hören, die aus unsichtbaren Quellen ertönt, jeder plaudert auf Spanisch und die köstlichen Aromen repräsentieren ein nicht vergessenes Vaterland. In den Gehsteig eingelassene Sterne ehren lateinamerikanische Berühmtheiten. In den Geschäften sind Ikonen, Guayabera-Hemden und Dominotische erhältlich.

Carnaval Miami,
+1 305-644-8888, www.carnavalmiami.com. Eine einwöchige Vorzeigeveranstaltung kubanischer Festivalkünste, die mit dem größten Fest hispanischer Kultur in den USA abschließt, dem Calle Ocho Festival.

Cuban American Heritage Festival, Key West,
+1 305-295-9665, www.cubanfest.com. Die Insel feiert ihre kubanischen Wurzeln mit einer Vielfalt an verschiedenen Aktivitäten und Events. Wenn Sie daran teilnehmen möchten, sollten Sie vorher anrufen - die Zukunft dieses Festivals ist ungewiss.

Freedom Tower, Miami.
Ein Symbol der Rettung, das Amerika den Kubanern Mitte der 1970er Jahre in Form eines Einwanderungszentrums bot, das in den 1990er Jahren selbst als Monument und Museum zur Erinnerung an die Flucht vor Castro und dem Leben im alten Kuba gerettet wurde.

Maximo Gomez Park, Miami.
Dieser Park, der Heimat des Domino Clubs ist und schon in vielen Spielfilmen kurze Gastauftritte hatte, veranschaulicht das in der alten Welt herrschende Bild des kubanischen Machismo umgeben von Zigarrenrauchschwaden und nimmt eine kleine Ecke an der Calle Ocho ein.

San Carlos Institute, Key West,
+1 305-294-3887, www.institutosancarlos.org. Das im Jahr 1871 gegründete und 1992 von und für Kubaner restaurierte Institut im Herzen von Old Town stellt Baukunst, Geschichte und Kultur beeindruckend heraus. 


Versailles Restaurant & Bakery, Miami,
+1 305-444-0240. Ein charakteristisches Restaurant, das eine „floribische“ Sensation geschaffen hat und wo echte kubanische Speisen, ohne Einfluss der so genannten Nouveau Cuisine, serviert werden.

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